Aktive Schiffe
5Quellenstand 05.09.2026.
Reederei / Kreuzfahrtmarke
Seabourn bietet Reisen im Bereich Hochsee und Expedition. Das Porträt zeigt die veröffentlichten Schiffe und ordnet ein, welche Fragen vor der Auswahl einer Reise zählen.
Anbieterprofil mit ausgewiesener Bestandsquelle
Anbieterprofil
Seabourn veröffentlicht eine eigene Flottenübersicht. Daraus sind 5 aktive oder aktuell genannte Schiffe und 0 angekündigte Schiffe erfasst. Angaben zu Größe und Ausstattung gelten jeweils nur für das konkrete Schiff. Aktive und namentlich angekündigte Schiffe laut veröffentlichter Anbieterübersicht.
Aktive Schiffe
5Quellenstand 05.09.2026.
Angekündigt
0Nicht automatisch aktiv oder buchbar.
Reisearten
Offizielle Bestandsquelle
Quelle und Zuordnungen zuletzt am 05.09.2026 geprüft.
Quelle: Seabourn: Schiffe · geprüft www.seabourn.com/en/us/cruise-ships
Angebot verstehen
Das Angebot ist den Reisearten Hochsee und Expedition zugeordnet. Hochseereisen verbinden längere Passagen auf See mit wechselnden Häfen. Wie ruhig, lebhaft, klassisch oder resortartig die Reise wirkt, hängt stark vom konkreten Schiff und der gewählten Route ab. Expeditionsreisen stellen Naturbeobachtung, flexible Routen und intensive Landgänge in den Mittelpunkt. Wetter, Behörden und lokale Bedingungen können den Ablauf kurzfristig verändern.
Flottenübersicht
Originalfoto · Hochsee
Originalfoto · Expedition
Originalfoto · ExpeditionFür die ganze Seabourn-Flotte
Seabourn ist eine Ultra-Luxus-Reederei ohne eine einzige klassische Innen- oder Außenkabine: Jede Unterkunft auf jedem Schiff der Flotte ist eine Suite mit eigenem Veranda- oder Ocean-View-Bereich. Gegründet wurde die Marke 1986 zunächst unter dem Namen „Signet Cruise Line" durch den norwegischen Investor Atle Brynestad und Warren Titus; wegen eines Namensstreits mit der Ölgesellschaft Signet Oil erfolgte die Umbenennung in Seabourn Cruise Line noch vor dem Start. Erstes Schiff war 1988 die 208 Gäste fassende Seabourn Pride, bereits damals mit All-Suite-Konzept, inklusiven Preisen und Verzicht auf Trinkgeldforderung an der Rezeption.
Carnival Corporation stieg 1991 mit 25 Prozent bei Seabourn ein, erhöhte die Beteiligung 1996 auf 50 Prozent und übernahm die Reederei 1999 vollständig. Seabourn ist damit eine von mehreren Luxus- und Premiummarken im Carnival-Konzern und firmenrechtlich neben Cunard, Princess Cruises und Holland America Line angesiedelt, operativ aber eigenständig mit Sitz in Seattle.
Seabourn betreibt aktuell fünf Schiffe:
Die beiden ehemaligen Odyssey-Klasse-Schwesterschiffe der Quest, Seabourn Odyssey und Seabourn Sojourn, gehören nicht mehr zur Flotte: Seabourn Odyssey wurde 2023 an die japanische Mitsui O.S.K. Lines verkauft und fährt seit Ende 2024 als Mitsui Ocean Fuji. Seabourn Sojourn fuhr ihre letzte Seabourn-Reise bis zum 15. Mai 2026 und ging danach an Mitsui Ocean Cruises; als Mitsui Ocean Sakura nahm sie den Betrieb am 19. September 2026 mit einer Kurzreise ab Yokohama auf. Die Seabourn Quest ist damit aktuell das einzige verbliebene Schiff der Odyssey-Klasse unter Seabourn-Flagge.
Seabourn wirbt mit einem durchgehend inklusiven Reisepreis, ohne dass Gäste ein zusätzliches Getränke- oder Serviceentgelt-Paket buchen müssen. Nach Angaben der Reederei sind im Fahrpreis enthalten:
Nicht automatisch eingeschlossen sind einzelne Premium-Weine, seltene Champagner oder hochpreisige Spirituosenmarken außerhalb der Standardliste; diese werden vom Sommelier vorab als Aufpreis angekündigt. Landausflüge auf den Ocean-Schiffen zählen ebenfalls nicht zum Grundpreis, während auf den beiden Expeditionsschiffen Zodiac-Landungen, geführte Wanderungen und ähnliche Programmpunkte des Expeditionsteams inklusive sind; kostenpflichtig bleiben dort Zusatzangebote wie Kajaktouren oder Fahrten mit dem U-Boot. Welche Leistungen im Einzelnen zu einer konkreten Reise gehören, sollte anhand der aktuellen Leistungsübersicht geprüft werden.
Seabourn selbst spricht auf der eigenen Website nicht durchgehend von einem „Butler", sondern von einem Personal Suite Host beziehungsweise einer Suite-Stewardess, die für jede Suitenkategorie zuständig sind – von der Veranda Suite bis zur Owner's Suite. Reisebüros und Fachmedien beschreiben diesen Service häufig als „Butler-Service", eine offizielle Seabourn-Bezeichnung mit diesem Wortlaut für einzelne Suitenkategorien ließ sich in der Recherche aber nicht eindeutig belegen. Klar ist: Mit steigender Suitenkategorie wächst der Umfang des Service. Ab der Penthouse Suite gibt es deutlich mehr Wohnfläche (bis zu 300 Prozent mehr Innenraum als in der Veranda Suite) und zusätzliche Annehmlichkeiten wie eine Nespresso-Maschine; die obersten Kategorien Owner's Suite, Signature Suite und Wintergarden Suite sind die größten und am üppigsten ausgestatteten Unterkünfte des jeweiligen Schiffs. Wer für seine Reise verbindlich einen „Butler" im wörtlichen Sinn erwartet, sollte den genauen Leistungsumfang der gebuchten Suitenkategorie vorab bestätigen lassen.
Offizielle Bordsprache ist Englisch, das Publikum ist international. Eine durchgehend deutschsprachige Betreuung wird nicht zugesichert; je nach Reise und Nachfrage können deutschsprachige Crewmitglieder an Bord sein, was vor der Buchung im Einzelfall erfragt werden sollte.
Seabourn positioniert sich im Ultra-Luxus-Segment für ein überwiegend älteres, zahlungskräftiges Publikum – Vermarktungsmaterial und Reisefachpresse nennen häufig eine Zielgruppe ab etwa 45 Jahren, vor allem Paare und Alleinreisende. Im Vordergrund stehen persönlicher Service, ruhige Schiffsatmosphäre und gehobene Küche statt umfangreichem Unterhaltungsprogramm oder Familieninfrastruktur. Für Familien mit kleinen Kindern ist Seabourn grundsätzlich buchbar, aber nicht auf Kinderclubs oder ein kinderorientiertes Bordprogramm ausgelegt, wie es bei Mainstream-Reedereien üblich ist – insbesondere auf den beiden kleinen Expeditionsschiffen fehlt eine solche Infrastruktur.
Die drei Ocean-Schiffe teilen sich in zwei Schiffsklassen, die sich spürbar unterscheiden:
Für Gäste, die ein möglichst intimes, kleines Schiff bevorzugen, ist die Quest die naheliegende Wahl innerhalb der aktuellen Ocean-Flotte; wer ein etwas größeres kulinarisches Angebot mit zusätzlichem Sushi-Restaurant sucht, findet es auf Encore und Ovation.
Seabourn Pursuit und Seabourn Venture sind technisch weitgehend baugleiche Schwesterschiffe (beide von T. Mariotti bzw. dem CI.MAR-Konsortium gebaut, PC6-Polarklasse, je 132 Suiten für bis zu 264 Gäste in Doppelbelegung). Beide verfügen über 24 Zodiacs, acht Seekajaks und jeweils zwei U-Boot-Tauchboote für sechs Passagiere plus Pilot. Seabourn Venture ging 2022 als erstes purpose-built Expeditionsschiff des gesamten Carnival-Konzerns in Dienst, Seabourn Pursuit folgte 2023 als nahezu identisches zweites Schiff. Für die Wahl zwischen beiden Schiffen ist in der Praxis weniger die Technik als die Fahrtroute der jeweiligen Saison entscheidend, da beide Schiffe ähnliche Gebiete – von Arktis und Nordatlantik im Sommer bis zur Antarktis-Saison ab Ushuaia im Südsommer – anfahren.
Stand: 29. September 2026. Angaben laut Seabourn und redaktioneller Recherche; Termine, Preise und Leistungen vor der Buchung prüfen.
Reedereiübergreifende Suche
Die Buchungsstrecke zeigt Reisen der angebundenen Anbieter. Ist dieser Anbieter vorausgewählt, sehen Sie dort Termine, Preise, Kabinen und die Leistungen des konkreten Tarifs.