Die Silver Cloud lief 1994 als erstes Schiff der neu gegründeten Reederei Silversea vom Stapel und stand am Anfang des Unternehmenskonzepts der durchgehend inkludierten Luxuskreuzfahrt.
Charakter, Stärken und mögliche Kompromisse – kompakt vor den technischen Details.
Bordgefühl
Die Silver Cloud lief 1994 als erstes Schiff der neu gegründeten Reederei Silversea vom Stapel und stand am Anfang des Unternehmenskonzepts der durchgehend inkludierten Luxuskreuzfahrt. Über zwei Jahrzehnte fuhr sie als klassisches Silversea-Schiff im Mittelmeer, in Nordeuropa und auf Fernreisen.
Das sollten Sie wissen
Polarreisen sind wetter- und eisabhängig. Landungen per Zodiac können kurzfristig entfallen; das gehört zum Charakter einer Expeditionsreise.
Top-Highlights
Schiffsporträt
Silver Cloud: Bordleben, Kabinen und Buchungshinweise
Vom Gründungsschiff zur Polar-Expeditionsyacht
Die Silver Cloud lief 1994 als erstes Schiff der neu gegründeten Reederei Silversea vom Stapel und stand am Anfang des Unternehmenskonzepts der durchgehend inkludierten Luxuskreuzfahrt. Über zwei Jahrzehnte fuhr sie als klassisches Silversea-Schiff im Mittelmeer, in Nordeuropa und auf Fernreisen.
2017 folgte die entscheidende Wende: In einer rund zweimonatigen Werftliegezeit auf Malta ließ Silversea die Silver Cloud für etwa 40 Millionen US-Dollar zu einem eisverstärkten Expeditionsschiff umbauen. Der ursprüngliche Bugwulst wurde durch einen verstärkten Eisklasse-Bug ersetzt, die Stahlstruktur verstärkt, neue kälteresistente Fenster eingebaut und zusätzliche Sonartechnik zur Unterwassererkennung nachgerüstet. Seither trägt das Schiff die Eisklasse 1C. Im Oktober 2017 wechselte die Silver Cloud offiziell in die Silversea-Expeditionsflotte und startete mit Fahrten in die Antarktis.
Was der Umbau an Bord veränderte
Neben der technischen Ertüchtigung erhielt die Silver Cloud eine neue schwarz-rote Außenlackierung zur optischen Abgrenzung von den klassischen Silversea-Schiffen sowie:
eine Flotte von Zodiac-Schlauchbooten für Anlandungen
zusätzliche, großzügigere Silver Suiten
eine neue, nach vorn ausgerichtete Observation Lounge
Positionsradar
Wo ist die Silver Cloud gerade?
Derzeit keine Meldung
Keine Daten· vor 1 Tag
Das kommt vor, wenn ein Schiff weit draußen fährt und keine Empfangsstation in Reichweite ist. Auf der Positionsseite stehen die letzte bekannte Meldung und der Weg zu den Terminen dieses Schiffs.
Silversea positioniert sich als All-inclusive: Getränke, Trinkgeld und Butler-Service gehören zum Standard, je nach Tarifstufe kommen auch Landausflüge oder Flüge hinzu. Der genaue Umfang unterscheidet sich zwischen "All-Inclusive" und "All-Inclusive Plus" und sollte zur konkreten Reise geprüft werden.
Hat jede Kabine bei Silversea einen Butler-Service?
Butler-Service gehört zum Silversea-Konzept und ist je nach Schiff und Suitenkategorie unterschiedlich umfangreich; auf allen Schiffen sind sämtliche Unterkünfte Suiten, klassische Kabinen ohne Suitencharakter gibt es nicht.
Was unterscheidet die Silversea-Expeditionsschiffe von der Ocean-Flotte?
Die Expeditionsschiffe (u. a. Silver Cloud, Silver Wind, Silver Endeavour, Silver Origin) sind kleiner, eisverstärkt oder für spezielle Ziele wie die Galápagos-Inseln ausgelegt, während die Ocean-Flotte klassische Luxusreisen in weniger extremen Fahrtgebieten anbietet.
Reale Reisen und Verfügbarkeiten
Weitere Kreuzfahrten suchen
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Zielgebiet und zulässige Gästezahl bei Anlandungen
Ausrüstung, Mobilitätsanforderungen und Zodiac-Nutzung
Erfahrung des Expeditionsteams und enthaltene Aktivitäten
einen eigenen „Mud Room" zur Aufbewahrung von Stiefeln, Jacken und Expeditionsausrüstung
den Umbau des ehemaligen Theaters in einen zweistöckigen Vortrags- und Briefingraum
Die Gästezahl wurde dabei auf maximal 254 reduziert, auf Polarreisen gilt eine zusätzliche Begrenzung auf rund 200 Gäste, um die Vorschriften für Anlandungen einzuhalten.
Suiten
Alle 151 Unterkünfte sind Suiten in sieben Kategorien, von Vista-Suiten bis zu größeren Owner's- und Grand-Suiten; 15 Suiten lassen sich verbinden, zwei sind rollstuhlgerecht ausgestattet. Wie auf jedem Silversea-Schiff gehört zu jeder Suite ein Butler.
Fahrtgebiet
Die Silver Cloud fährt saisonal zwischen den Polarregionen und gemäßigteren Fahrtgebieten: Antarktis-Expeditionen in der südlichen Sommersaison (etwa Oktober bis März, meist ab Ushuaia oder chilenischen/argentinischen Häfen), dazwischen Arktis- und Nordatlantik-Reisen sowie Übergangsfahrten, unter anderem im nordeuropäischen Raum. Die genaue Routenplanung wechselt von Saison zu Saison und sollte zur jeweiligen Abfahrt geprüft werden.
Für Gäste aus Deutschland bedeuten die meisten Silver-Cloud-Reisen einen Langstreckenflug, sei es nach Südamerika für die Antarktis-Saison oder in Richtung Nordamerika/Arktis für die Sommerfahrten. Wer die Silver Cloud bucht, sollte die An- und Abreise als eigenständigen Reisebaustein einplanen und nicht als Randnotiz der eigentlichen Kreuzfahrt behandeln.
Bordleben zwischen Vortrag und Anlandung
Anders als auf einem klassischen Silversea-Schiff bestimmt bei der Silver Cloud nicht das Abendprogramm im Theater den Tagesablauf, sondern die Expedition: Vorträge des Expeditionsteams zu Geologie, Wildtieren oder Geschichte der jeweiligen Region wechseln sich mit Zodiac-Ausfahrten und Anlandungen ab. Abendliche Unterhaltung findet in kleinerem Rahmen statt, etwa in der Bar oder Lounge, nicht in einer großen Show-Bühne. Diese Taktung sollte bei der Erwartungshaltung berücksichtigt werden, gerade wenn Gäste von einem größeren Silversea-Ocean-Schiff umsteigen.
Zielgruppe
Die Silver Cloud richtet sich an erfahrungsorientierte Luxusreisende, die Naturerlebnis und Expedition mit dem gewohnten Silversea-Serviceniveau verbinden wollen: Butler, Suiten-only-Unterkunft und kleine Gästezahl bei gleichzeitig Zodiac-Anlandungen und Vortragsprogramm. Das Publikum ist tendenziell körperlich aktiver und expeditionsaffiner als auf den großen Ocean-Schiffen der Reederei, aber ähnlich zahlungskräftig und eher älter.
Für wen die Silver Cloud passt
Für Gäste, die Polarregionen im Luxusformat erleben möchten. Antarktis oder Arktis mit Butler-Service und kleiner Gästezahl statt Massentourismus.
Für Wiederholungsgäste von Silversea, die die Marke aus dem klassischen Segment kennen und den Umstieg auf Expeditionsformat mit vertrautem Serviceniveau suchen.
Weniger passend für Familien mit kleinen Kindern oder Gäste, die ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm mit Shows und großen Poolbereichen erwarten – dafür ist das Schiff mit seiner kompakten Expeditionsausstattung nicht ausgelegt.
Vor der Buchung zu wissen
Polarreisen sind wetter- und eisabhängig. Landungen per Zodiac können kurzfristig entfallen; das gehört zum Charakter einer Expeditionsreise.
Kapazitätsgrenze in Polarregionen. Auf Antarktis- und Arktisreisen gilt eine reduzierte Gästezahl von rund 200 statt der maximal möglichen 254.
Kein durchgehend deutschsprachiges Bordleben. Bordsprache ist Englisch, das Publikum international.
Ausrüstung nötig. Für Anlandungen werden robuste Kleidung und wetterfestes Schuhwerk benötigt; Details liefert Silversea vor der Reise.
Tarifwahl entscheidet über Ausflüge. Ob Landungen und Zodiac-Touren im Reisepreis enthalten sind, hängt vom gebuchten Tarif (All-Inclusive Plus vs. All-Inclusive) ab.
Stand: 29. September 2026. Angaben laut Silversea und redaktioneller Recherche; Termine, Preise und Leistungen vor der Buchung prüfen.
Eisklasse
1C
Quelle zur Anbieterzuordnung
Silversea nennt das Schiff in seiner aktuellen Flotten- oder Programmübersicht.