Die MS Hamburg ist das einzige eigene Hochseeschiff von Plantours und zugleich, nach Angabe des Unternehmens, das kleinste Kreuzfahrtschiff im deutschsprachigen Markt.
Charakter, Stärken und mögliche Kompromisse – kompakt vor den technischen Details.
Bordgefühl
Die MS Hamburg ist das einzige eigene Hochseeschiff von Plantours und zugleich, nach Angabe des Unternehmens, das kleinste Kreuzfahrtschiff im deutschsprachigen Markt. Gebaut wurde sie 1997 bei der MTW Schiffswerft in Wismar als „C. Columbus" für Hapag-Lloyd Cruises. Nach 15 Jahren im Hapag-Lloyd-Programm übernahm Plantours das Schiff im Mai 2012, taufte es auf den Namen Hamburg und machte es zum Flaggschiff der eigenen Hochseeflotte.
Das sollten Sie wissen
Werftzeit November/Dezember 2026. Wer die Hamburg vor oder nach dem angekündigten Umbau bucht, bekommt ein unterschiedliches Produkt; ältere Beschreibungen und Fotos können nach der Werft veraltet sein.
Top-Highlights
Größe und Wege an Bord
Verhältnis von See- und Hafentagen
Kabinenlage und gewünschter Außenbereich
Schiffsporträt
MS Hamburg: Bordleben, Kabinen und Buchungshinweise
Das einzige Hochseeschiff der Marke
Die MS Hamburg ist das einzige eigene Hochseeschiff von Plantours und zugleich, nach Angabe des Unternehmens, das kleinste Kreuzfahrtschiff im deutschsprachigen Markt. Gebaut wurde sie 1997 bei der MTW Schiffswerft in Wismar als „C. Columbus" für Hapag-Lloyd Cruises. Nach 15 Jahren im Hapag-Lloyd-Programm übernahm Plantours das Schiff im Mai 2012, taufte es auf den Namen Hamburg und machte es zum Flaggschiff der eigenen Hochseeflotte.
Eigentumsrechtlich war die Hamburg dabei lange kein reines Plantours-Schiff: Von 2012 bis August 2025 gehörte sie der Conti-Gruppe, einem deutschen Emissionshaus für Schiffsbeteiligungen, und wurde von Plantours nur gechartert. Erst im August 2025 kaufte die Ligabue Group, die Muttergesellschaft von Plantours, das Schiff der Conti-Gruppe ab – nach übereinstimmender Berichterstattung mehrerer Fachportale ausdrücklich mit dem Ziel, die Hamburg langfristig für die Marke zu sichern. Für November und Dezember 2026 ist deshalb eine größere Werftzeit angekündigt, in der unter anderem das Foyer, das Buffetrestaurant und eine der Lounges neu gestaltet sowie elektrisch versenkbare Infinity-Fenster in weiteren Kabinen und Suiten eingebaut werden sollen.
Bordkonzept
An Bord gibt es ein Restaurant mit fester Tischzeit für alle Gäste sowie ein Buffetrestaurant für Frühstück, Mittag- und Abendessen mit Meerblick; dazu kommen drei Bars. Bordsprache ist durchgehend Deutsch. Statt eines dichten Unterhaltungsprogramms mit Bühnenshows setzt die Hamburg auf Vorträge: Lektoren begleiten die Reisen fachlich und ordnen die angelaufenen Ziele ein, ein Konzept, das eher an eine Studienreise als an ein Unterhaltungsschiff erinnert. Landausflüge reichen von geführten Stadttouren bis zu Zodiac-Fahrten in entlegene Naturräume.
Für Expeditionsabschnitte führt die Hamburg dank Eisklasse E2 und mehreren Zodiacs auch Fahrten nach Grönland und in die Antarktis durch. Nach eigener Darstellung ist sie zudem das einzige Schiff im deutschsprachigen Markt, das aufgrund ihrer kompakten Maße die großen Schleusen bei Montreal passieren und bis zu den Großen Seen in den USA und Kanada fahren kann – eine Route, die den meisten größeren Kreuzfahrtschiffen verschlossen bleibt.
Kabinen
Die 197 Kabinen und 8 Suiten verteilen sich auf fünf Decks. Auf den Decks 4 und 5 gibt es sogenannte Infinity-Fenster: großflächige, elektrisch absenkbare Fenster, die die Kabine optisch zum Freidecks öffnen, ohne einen klassischen Balkon zu sein. Wie viele Kategorien nach der Werftzeit 2026 in welcher Ausstattung zur Verfügung stehen, sollte zur konkreten Reise geprüft werden, da der Umbau gezielt weitere Kabinen mit diesem Fenstertyp ausstatten soll.
Fahrtgebiet
Die Hamburg fährt ein ungewöhnlich breites Streckenportfolio für ein Schiff dieser Größe: Weltreisen mit mehr als hundert Nächten, Routen zu kleinen, für große Schiffe unzugänglichen Häfen wie Horta auf den Azoren oder die Scilly-Inseln, Fahrten in die Diskobucht vor Grönland, gelegentliche Abschnitte bis zu den Pitcairninseln im Pazifik sowie saisonale Fahrten zu den Großen Seen Nordamerikas. Die genaue Routenplanung wechselt von Saison zu Saison deutlich stärker als bei den meisten Wettbewerbsschiffen.
Für wen die MS Hamburg passt
Für Gäste, die kleine Schiffe mit Expeditionscharakter suchen, ohne auf klassische Hochseekreuzfahrt-Infrastruktur wie Restaurant mit Tischzeit und Buffet zu verzichten.
Für Weltreisende und Fernreise-Interessierte, die ungewöhnliche Häfen und lange Seetage einer dichten Ausflugsplanung vorziehen.
Für Gäste, die Vorträge und Wissensvermittlung an Bord schätzen und sich für die angelaufenen Regionen ausführlich interessieren, statt vor allem Unterhaltung zu suchen.
Vor der Buchung zu wissen
Werftzeit November/Dezember 2026. Wer die Hamburg vor oder nach dem angekündigten Umbau bucht, bekommt ein unterschiedliches Produkt; ältere Beschreibungen und Fotos können nach der Werft veraltet sein.
Kein Massenmarkt-Entertainment. Das Bordprogramm ist auf Vorträge und ruhige Abende ausgelegt, nicht auf Shows oder Aquaparks.
Kompaktes Schiff mit hoher Routentreue zu entlegenen Zielen, aber entsprechend wechselnder Streckenplanung – die aktuelle Route sollte zur konkreten Abfahrt geprüft werden.
Eigentumswechsel erst 2025 abgeschlossen. Bis August 2025 fuhr die Hamburg im Charter der Conti-Gruppe; größere Investitionsentscheidungen lagen bis dahin nicht allein bei Plantours.
Expeditionsabschnitte erfordern Wetterflexibilität. Fahrten nach Grönland oder in die Antarktis können je nach Eis- und Wetterlage angepasst werden.
Stand: 29. September 2026. Angaben laut Plantours und redaktioneller Recherche; Termine, Preise und Leistungen vor der Buchung prüfen.
01Passt die Schiffsgröße zum gewünschten Bordgefühl?
02Sind Route und Zahl der Seetage passend?
03Welche Leistungen sind im konkreten Tarif enthalten?
04Welche Kabinenlage ist für die persönliche Ruhe wichtig?
Offizielle Grundlagen
Quellen zur Einordnung
Quelle: Plantours: MS Hamburgwww.plantours-kreuzfahrten.de/schiff/ms-hamburg
Häufige Fragen
Gut zu wissen
Gehören alle Plantours-Schiffe der Reederei selbst?
Nein. Von den sieben Schiffen ist nur die MS Lady Diletta ein eigener Neubau der Ligabue Group, der Muttergesellschaft von Plantours. Die übrigen Schiffe waren oder sind gechartert beziehungsweise gehören fremden Eigentümern, etwa der bulgarischen Dunav Tours (MS Elegant Lady, MS Rousse Prestige) oder der vietnamesischen Indochina Sails (MS La Marguerite). „Plantours" beschreibt in diesen Fällen vor allem Vermarktung, Bordsprache und Service, nicht zwingend das Eigentum am Schiff.
Welche Sprache wird an Bord der Plantours-Schiffe gesprochen?
Deutsch ist die durchgehende Bordsprache, auch auf den bulgarisch geflaggten Charterschiffen, wo zusätzlich Englisch und Bulgarisch gesprochen wird. Das Publikum ist überwiegend deutschsprachig und älter.
Wohin fährt die MS Hamburg?
Die MS Hamburg ist dank Eisklasse und Zodiacs auch für ungewöhnliche Fahrtgebiete wie Grönland und die Antarktis ausgelegt und kann nach Angabe der Reederei als einziges Schiff im deutschsprachigen Markt die großen Schleusen bei Montreal passieren, um zu den Großen Seen in den USA und Kanada zu fahren.
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