Kein anderes der vier hier porträtierten Schiffe hat so oft die Reederei und den Namen gewechselt wie die Sirena. Als "R Four" 1999 bei Chantiers de l'Atlantique abgeliefert, startete sie ihre erste Saison im Dezember 1999 für Renaissance Cruises im Südpazifik, mit Kreuzfahrten nach Tahiti und Französisch-Polynesien.
Charakter, Stärken und mögliche Kompromisse – kompakt vor den technischen Details.
Bordgefühl
Kein anderes der vier hier porträtierten Schiffe hat so oft die Reederei und den Namen gewechselt wie die Sirena. Als "R Four" 1999 bei Chantiers de l'Atlantique abgeliefert, startete sie ihre erste Saison im Dezember 1999 für Renaissance Cruises im Südpazifik, mit Kreuzfahrten nach Tahiti und Französisch-Polynesien. Nach der Insolvenz von Renaissance im September 2001 lag das Schiff zunächst aufgelegt, bis es Ende 2002 an Princess Cruises verkauft wurde und dort als "Tahitian Princess" weiter im Südpazifik-Geschäft fuhr – konsequent im selben Fahrtgebiet, für das es ursprünglich gebaut worden war.
Das sollten Sie wissen
Die Sirena verlässt die Oceania-Flotte im Frühjahr 2028 (angekündigte Abschiedsfahrt rund um den 24. März 2028). Reisen danach sind nicht mehr über Oceania buchbar.
Top-Highlights
Größe und Wege an Bord
Verhältnis von See- und Hafentagen
Kabinenlage und gewünschter Außenbereich
Schiffsporträt
Oceania Sirena: Bordleben, Kabinen und Buchungshinweise
Vier Namen, drei Reedereien: die ungewöhnlichste Biografie der vier R-Klasse-Schiffe
Kein anderes der vier hier porträtierten Schiffe hat so oft die Reederei und den Namen gewechselt wie die Sirena. Als "R Four" 1999 bei Chantiers de l'Atlantique abgeliefert, startete sie ihre erste Saison im Dezember 1999 für Renaissance Cruises im Südpazifik, mit Kreuzfahrten nach Tahiti und Französisch-Polynesien. Nach der Insolvenz von Renaissance im September 2001 lag das Schiff zunächst aufgelegt, bis es Ende 2002 an Princess Cruises verkauft wurde und dort als "Tahitian Princess" weiter im Südpazifik-Geschäft fuhr – konsequent im selben Fahrtgebiet, für das es ursprünglich gebaut worden war.
2009 benannte Princess Cruises das Schiff im Zuge einer globaleren Ausrichtung der Marke in "Ocean Princess" um. Erst im März 2016 wechselte es zu Oceania Cruises und erhielt seinen heutigen Namen Sirena. Vor der Wiederindienststellung durchlief das Schiff eine rund 35-tägige Renovierung in Marseille – Kostenangaben in Fachmedien schwanken zwischen rund 40 und 50 Millionen US-Dollar –, bevor es am 27. April 2016 getauft wurde. Eine weitere Auffrischung im Rahmen von "OceaniaNEXT" folgte 2019.
Die Geschichte der Sirena bekommt 2026 ein weiteres, für den deutschsprachigen Markt besonders bemerkenswertes Kapitel: Oceania hat das Schiff an die britische Ambassador Cruise Line verkauft. Laut Ankündigung bleibt es zunächst im Leaseback bei Oceania im Einsatz, mit einer angekündigten Abschiedsfahrt rund um den 24. März 2028. Danach soll es als "Ambella" firmieren – für eine neu gegründete Marke namens "Ambassador Kreuzfahrten", die gezielt den deutschsprachigen Markt erschließen soll. Die erste Saison ist für Mai bis September 2028 angekündigt, mit Abfahrten ab Bremerhaven und Kiel und einer Ausrichtung als Adults-only-Angebot für deutschsprachige Gäste. Zusätzlich ist laut Ankündigung eine mehrjährige Partnerschaft mit dem Bildungsprogramm "Semester at Sea" vorgesehen, für das das Schiff jährlich mehrere Monate chartern soll.
Kulinarik: acht Bordrestaurants auf kompaktem Raum
Die Sirena bietet mit acht Restaurant- und Verpflegungskonzepten eine für ihre Größe ungewöhnlich dichte gastronomische Auswahl: den Grand Dining Room mit französisch geprägter Küche, das italienische Toscana, das Steakhouse Polo Grill, das pan-asiatische Red Ginger sowie das Jacques Bistro, das an die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Oceania-Kulinarikdirektor Jacques Pépin anknüpft. Dazu kommen das Buffetrestaurant Terraces mit abendlichem "Tapas on the Terrace"-Format, der Poolgrill Waves Grill sowie eine Pizzeria- und Sushi-Station. Rund um die Uhr steht Zimmerservice zur Verfügung.
Kabinen: 349 Einheiten in vier Hauptkategorien
Wie ihre Schwesterschiffe verteilt die Sirena ihre 349 Kabinen auf vier Hauptkategorien – laut Katalogangabe unter anderem rund 62 Suiten, 170 Balkonkabinen, 89 Außenkabinen ohne Balkon und 28 Innenkabinen. Die Renovierungen 2016 und 2019 haben Bäder, Betten und Technik modernisiert; die Grundrisse selbst stammen aus dem Schiffsentwurf der späten 1990er-Jahre und fallen entsprechend kompakter aus als auf aktuellen Neubauten.
Fahrtgebiet 2026/27: ein ungewöhnlich weitläufiges Programm
Für die Saison 2026/27 ist die Sirena breit gestreut unterwegs: im Sommer 2026 Mittelmeerreisen ab Istanbul, Civitavecchia-Rom und Barcelona, im Herbst Transatlantiküberfahrten kombiniert mit weiteren Mittelmeerabschnitten, im Winter 2026/27 längere Reisen Richtung Kapstadt und Lissabon. Für Frühjahr und Sommer 2027 sind erneut Mittelmeer- und Karibikfahrten angekündigt, im Herbst 2027 nordamerikanische Häfen wie New York, Montreal und Miami. Für ein Schiff dieser Größe ist das ein außergewöhnlich weit gefächertes Streckennetz über mehrere Kontinente.
Für wen Oceania Sirena passt
Für Gäste, die ein kleines, kulinarisch fokussiertes Schiff mit einem ungewöhnlich breiten, weltumspannenden Streckenprogramm suchen – von Nordamerika über den Atlantik bis nach Südafrika.
Für alle, die die Sirena noch als Oceania-Schiff erleben möchten, bevor sie 2028 die Marke wechselt: Bis zur angekündigten Abschiedsfahrt im Frühjahr 2028 bleibt das volle Oceania-Programm bestehen.
Weniger für Langfristplanende über 2028 hinaus – wer danach mit genau diesem Schiff reisen möchte, findet es nicht mehr bei Oceania, sondern unter neuem Namen bei einer anderen, auf den deutschsprachigen Markt zielenden Reederei.
Vor der Buchung zu wissen
Die Sirena verlässt die Oceania-Flotte im Frühjahr 2028 (angekündigte Abschiedsfahrt rund um den 24. März 2028). Reisen danach sind nicht mehr über Oceania buchbar.
Bis dahin läuft das reguläre Oceania-Programm unverändert weiter.
Fast 30 Jahre alter Schiffsrumpf trotz mehrfacher Renovierung (zuletzt 2019); Kabinen sind entsprechend kompakter als auf modernen Neubauten.
Adults-only seit Januar 2026 für alle Neubuchungen.
Herkunftsgeschichte mit vier Namen und drei Reedereien – ein Hinweis darauf, wie viel Bewegung in der Geschichte dieser R-Klasse-Schiffe insgesamt steckt.
Stand: 29. September 2026. Angaben laut Oceania Cruises und redaktioneller Recherche; Termine, Preise und Leistungen vor der Buchung prüfen.
Ist Oceania Cruises für Familien mit Kindern geeignet?
Nein. Oceania hat kein durchgehendes Kinderbetreuungsprogramm und ist seit dem 7. Januar 2026 für Neubuchungen grundsätzlich ab 18 Jahren; bereits vor diesem Stichtag gebuchte Reisen mit Minderjährigen bleiben davon unberührt.
Was ist im Oceania-Reisepreis enthalten?
Die Basisrate umfasst laut Oceania bereits unbegrenzte alkoholfreie Getränke und WLAN sowie seit Buchungen ab dem 1. Oktober 2024 die Trinkgelder. Das Zusatzprogramm "OLife Choice" lässt zwischen einer von mehreren Optionen wählen, etwa einem Getränkepaket oder Landausflügen.
Warum sind Oceania-Schiffe kleiner als bei den meisten anderen Reedereien?
Oceania positioniert sich bewusst über kulinarischen Fokus statt Schiffsgröße; auch die neueren Schiffe bleiben deutlich kleiner als die Flaggschiffe der Massenmarkt-Reedereien. Mehrere ältere Schiffe der Flotte gehen historisch auf die 2001 insolvente Renaissance Cruises zurück.
Reale Reisen und Verfügbarkeiten
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