Holland America öffnet Kanada 2028: Welche Route zu wem passt
Monika KrugVeröffentlicht Aktualisiert 4 Min. Lesezeit
Luftaufnahme eines im Hafen liegenden Holland America Kreuzfahrtschiffes, das sein majestätisches Design und die Hafenarchitektur zeigt. · Foto: The Six / Pexels
Holland America Line hat die Kanada- und Neuengland-Saison 2028 zur Buchung freigegeben. Zwischen Mai und Oktober sollen die Volendam und die Zuiderdam auf Reisen von sieben bis 14 Tagen unterwegs sein. Für Gäste ist vor allem die Auswahl der Route entscheidend: Eine klassische Woche verbindet Städte und Atlantikhäfen, längere Reisen führen weiter nach Neufundland oder entlang der US-Ostküste.
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Sieben Tage sind der unkomplizierte Einstieg
Die einwöchigen Reisen bilden das Rückgrat des Programms. Nach Angaben der Reederei fahren Volendam und Zuiderdam zwischen Boston und Montréal, zwischen Boston und Québec City oder ab und bis Boston. Mögliche Stationen sind unter anderem Halifax und Sydney in Nova Scotia, Charlottetown auf Prince Edward Island, Saint John in New Brunswick, Portland in Maine sowie Québec City und Montréal.
Für Erstfahrer ist eine Rundreise ab Boston meist am einfachsten zu organisieren: Hin- und Rückflug führen zum selben Flughafen, und ein zusätzlicher Hotelaufenthalt lässt sich unkompliziert vor oder nach die Kreuzfahrt setzen. Dafür erreicht eine solche Route nicht zwangsläufig beide großen Städte am Sankt-Lorenz-Strom.
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Eine Einwegreise zwischen Boston und Montréal oder Québec City verlangt mehr Planung, bietet aber einen klaren Vorteil: Sie vermeidet die Rückfahrt zum Ausgangshafen und nutzt die Urlaubstage stärker für unterschiedliche Ziele. Vor der Buchung lohnt deshalb nicht nur der Blick auf die Zahl der Nächte. Entscheidend sind die tatsächlichen Hafenfolgen, die Flugverbindungen und der mögliche Preis eines Gabelflugs.
Neufundland braucht mehr Zeit – und etwas Wettertoleranz
Wer abgelegenere Küsten und kleinere Häfen sucht, sollte die zehn- und elftägigen Reisen prüfen. Für den 7. Juni 2028 nennt Holland America eine zehntägige Fahrt der Volendam von Montréal nach Boston über Québec City, Baie-Comeau, Havre-Saint-Pierre, Corner Brook, St. Anthony, St. John’s, Halifax und Portland. Eine weitere zehntägige Route startet am 19. August in Boston und endet in Montréal.
Die elftägige Rundreise ab Montréal am 27. Mai und 29. August 2028 bindet neben Québec City und Saguenay auch Cap-aux-Meules, Prince Edward Island, Saint-Pierre und Miquelon sowie St. John’s ein. Solche Reisen passen besonders zu Gästen, denen die Landschaft und die maritime Geschichte wichtiger sind als eine möglichst hohe Zahl großer Städte.
Auf dieser Route sollte der Reiseplan jedoch nicht zu knapp werden. Atlantikwetter kann Hafenanläufe beeinflussen, und längere Distanzen bringen mehr Seetage mit sich. Ein privater Landausflug ohne ausreichenden Zeitpuffer ist deshalb riskanter als ein flexibles Programm in Hafennähe. Warme, winddichte Kleidung gehört auch im Sommer ins Gepäck.
Herbstfarben sind attraktiv, aber nicht terminierbar
Die Saison reicht nach Angaben der Reederei von Mai bis Oktober. Im Frühjahr locken lange Tage und ein noch ruhiger wirkendes Küstenbild, während der Spätsommer für viele Reisende die angenehmste Mischung aus Temperaturen und Tageslicht bietet. Ende September und im Oktober rückt die Laubfärbung in den Mittelpunkt. Einen exakt vorhersehbaren Höhepunkt gibt es allerdings nicht: Temperatur, Niederschlag und Höhenlage verschieben die Farben von Jahr zu Jahr und von Region zu Region.
Die neuntägige Volendam-Reise von Montréal nach New York am 30. September 2028 verbindet Québec City und Saguenay mit Prince Edward Island, Sydney, Halifax und Portland. Sie ist interessant für Gäste, die eine herbstliche Küstenreise mit zwei sehr unterschiedlichen Städten kombinieren möchten. Der zusätzliche Organisationsaufwand ist höher, weil Start und Ziel weit auseinanderliegen.
Für eine längere Nord-Süd-Passage nennt das Programm außerdem zwei 14-tägige Reisen: Die Volendam soll am 13. Mai 2028 von Fort Lauderdale nach Montréal fahren. Die Zuiderdam ist am 14. Oktober in umgekehrter Richtung von Québec City nach Fort Lauderdale vorgesehen. Diese Reisen verbinden Kanada und Neuengland mit mehreren Tagen entlang der amerikanischen Atlantikküste und eignen sich eher für Reisende, die bewusst einen Saisonwechsel auf See erleben möchten.
Nicht nur den Schiffsnamen vergleichen
Die Volendam und die Zuiderdam teilen sich das Fahrtgebiet, sind aber nicht austauschbar. Nach Angaben von Holland America soll die Zuiderdam nach einer Modernisierung in die Region zurückkehren. Welche Bereiche und Leistungen auf einer konkreten Reise verfügbar sind, sollte dennoch direkt in der Reisebeschreibung geprüft werden; eine Flottenankündigung ersetzt keine Kabinen- oder Leistungsübersicht.
Vor der Buchung sind vier Punkte besonders wichtig: Passt die Hafenfolge zu Ihren Prioritäten? Ist die An- und Abreise mit genügend Puffer machbar? Gibt es auf der Route ausreichend Zeit für Québec City, Montréal oder Boston? Und bleibt das Gesamtbudget auch mit Flügen, Hotels, Transfers und möglichen Ausflügen stimmig?
Die neue Saison bietet damit nicht einfach mehr Auswahl, sondern klar unterschiedliche Reiseformen. Für einen unkomplizierten Einstieg spricht die Sieben-Nächte-Rundreise. Neufundland belohnt zusätzliche Zeit. Die 14-Tage-Passagen sind dagegen eher eine eigenständige Atlantikreise als eine verlängerte Standardroute.
Fazit
Holland America Line bietet für die Saison 2028 verschiedene Routen in Kanada und Neuengland an, die von einwöchigen Rundreisen bis hin zu längeren Passagen nach Neufundland oder entlang der US-Ostküste reichen. Während Einsteiger von unkomplizierten Rundreisen ab Boston profitieren, erfordern längere Routen eine sorgfältige Planung hinsichtlich der Anreise und Wettertoleranz. Die Wahl der Reise sollte sich primär an den individuellen Prioritäten bezüglich der Hafenfolge und der verfügbaren Zeit orientieren.