Viking hat die Übernahme der neuen Viking Rota gemeldet. Das Flussschiff ist für Reisen auf Rhein, Main und Donau vorgesehen und bietet Platz für 190 Gäste in 95 Kabinen. Neu ist das Schiff – das grundsätzliche Longship-Konzept dagegen bewusst vertraut.
Für die Buchungsentscheidung ist deshalb weniger die Bezeichnung „Neubau“ entscheidend als die Kombination aus Route, Kabinenkategorie und Lage an Bord. Besonders bei der Zugänglichkeit gibt es ein Detail, das vor der Reservierung nicht übersehen werden sollte.
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Die Viking Rota gehört zur weitgehend standardisierten Longship-Familie. Nach Angaben der Reederei besitzt sie den charakteristischen geraden Bug, drei vollständige Gästedecks und die innen wie außen nutzbare Aquavit Terrace am Vorschiff.
Hinzu kommen ein Restaurant mit großen Fenstern, Lounge und Bar, Bibliothek, Sonnendeck, Spazierstrecke und ein kleiner Putting-Bereich. Viking nennt 53 Besatzungsmitglieder und eine Schiffslänge von rund 135 Metern.
Die veröffentlichten Angaben sprechen damit nicht für ein vollständig neues Bordkonzept. Wer bereits ein vergleichbares Viking Longship kennt, dürfte viele räumliche Grundideen wiedererkennen. Für Einsteiger kann diese Einheitlichkeit hilfreich sein, weil sich Kabinen und öffentliche Bereiche vorab relativ konkret vergleichen lassen.
Ein neues Baujahr ist allerdings keine Garantie dafür, dass eine Reise automatisch besser passt. Auf einer Flusskreuzfahrt prägen Liegezeiten, Ausflüge, Schleusenpassagen und die tagsüber befahrenen Landschaftsabschnitte den Urlaub mindestens ebenso stark wie die Ausstattung.
Fünf Kabinentypen mit deutlichen Unterschieden
Die 95 Außenkabinen verteilen sich auf 25 Standardkabinen, 22 Kabinen mit französischem Balkon, 39 Verandakabinen, sieben Verandasuiten und zwei Explorer Suiten.
Die Standardkabinen sind ungefähr 14 Quadratmeter groß und besitzen ein halbhohes Fenster. Dieses lässt sich nicht mit einem französischen Balkon oder einer begehbaren Veranda vergleichen. Dafür kann die Kategorie interessant sein, wenn Sie die Kabine hauptsächlich zum Schlafen nutzen und den größten Teil des Tages in den öffentlichen Bereichen oder an Land verbringen möchten.
Die Kabinen mit französischem Balkon sind mit etwa 12,5 Quadratmetern sogar etwas kleiner. Ihre bodentiefe Schiebetür bringt jedoch mehr Licht und direkten Kontakt zur Flusslandschaft. Ein französischer Balkon ist keine begehbare Außenfläche.
Verandakabinen bieten ungefähr 19 Quadratmeter einschließlich der privaten Veranda. Sie sind sinnvoll, wenn Sie morgens oder am Abend gern im Freien sitzen möchten. Dabei sollte bedacht werden, dass ein Flussschiff zeitweise dicht neben einem anderen Schiff liegen kann. Die Aussicht vom Balkon ist daher nicht an jedem Liegeplatz frei.
Die rund 25,5 Quadratmeter großen Verandasuiten besitzen einen getrennten Wohn- und Schlafbereich. Die beiden Explorer Suiten am Heck bieten ungefähr 41 Quadratmeter einschließlich einer umlaufenden Veranda. Der zusätzliche Raum kann auf einer längeren Reise angenehm sein, sollte aber gegen Lage, mögliche Betriebsgeräusche und den tatsächlichen Aufenthalt in der Kabine abgewogen werden.
Beim Aufzug genau hinsehen
Viking weist auf der Schiffsseite ausdrücklich darauf hin, dass der Aufzug nur das mittlere und das obere Deck miteinander verbindet. Die Standardkabinen der Kategorien E und F sind nicht mit dem Aufzug erreichbar.
Für Gäste, die Treppen vermeiden müssen, ist das ein entscheidendes Auswahlkriterium. Es genügt nicht, lediglich nach einem Aufzug an Bord zu fragen. Wichtig ist, ob der Aufzug das Deck der gebuchten Kabine, das Restaurant und die regelmäßig genutzten Bereiche tatsächlich verbindet.
Auch der Landgang sollte separat betrachtet werden. Gangway-Neigung, mögliche Paketliegeplätze und die Wege vom Anleger zum Ausflugsbus hängen vom Hafen und von der jeweiligen Situation ab. Wer Unterstützung benötigt, sollte den Bedarf vor der Buchung konkret beschreiben und sich die Eignung der vorgesehenen Kabine und Ausflüge bestätigen lassen.
Rhein, Donau oder die große Verbindung
Für Viking Rota nennt die Reederei mehrere deutlich unterschiedliche Routentypen. „Rhine Getaway“ verbindet Basel und Amsterdam in acht Tagen. Diese Reise eignet sich für Gäste, die den Rhein, seine Städte und Landschaften kennenlernen möchten, ohne zwei Wochen unterwegs zu sein.
„Danube Waltz“ führt in acht Tagen zwischen Budapest und Passau. Hier stehen Donaustädte und mitteleuropäische Kultur stärker im Mittelpunkt.
Die „Grand European Tour“ verbindet Budapest und Amsterdam in 15 Tagen. Sie nutzt Rhein, Main, Donau und den Main-Donau-Kanal. Das bedeutet mehr Zeit an Bord, mehr Schleusen und einen wesentlich breiteren geografischen Bogen.
Hinzu kommen die zehntägige Reise „Tulips & Windmills“ ab und bis Amsterdam sowie saisonale Weihnachtsmarktrouten auf Rhein und Donau. Bei diesen Terminen sollte nicht nur der Reiseverlauf geprüft werden. Öffnungstage der Märkte, Wochenenden und Feiertage können das Erlebnis an Land erheblich beeinflussen.
Das Schiff allein sollte nicht entscheiden
Die Viking Rota ist vor allem für Reisende interessant, die ein neues Schiff innerhalb eines bewährten Flusskreuzfahrtkonzepts suchen. Ein spektakulär neues Raumprogramm ist aus den veröffentlichten Angaben nicht erkennbar. Die Stärke liegt eher in der Kombination aus modernem Baujahr, großen Fensterflächen und einer breiten Auswahl etablierter Routen.
Vergleichen Sie vor der Buchung zuerst die Route und erst danach die Kabine. Prüfen Sie, welche Landschaftsabschnitte tagsüber gefahren werden, wie viel Zeit in den Städten bleibt und welche Ausflüge im gewählten Angebot enthalten sind.
Kontrollieren Sie anschließend die Kabinenlage im Deckplan. Neben Fensterart und Größe zählen die Entfernung zu Treppe und Aufzug sowie die Lage zu Restaurant, Lounge und technischen Bereichen.
Lassen Sie sich schließlich bestätigen, dass Viking Rota am gewählten Termin tatsächlich vorgesehen ist. Reedereien können Schiffszuordnungen aus betrieblichen Gründen ändern. Wer hauptsächlich wegen des Neubaus bucht, sollte deshalb nicht nur den Routennamen, sondern auch das konkret genannte Schiff in den Buchungsunterlagen prüfen.
Fazit
Die Viking Rota bietet ein bewährtes Flussschiffkonzept für Reisende auf Rhein, Main und Donau, wobei die Wahl der Kabine und die Routenplanung für das Urlaubserlebnis entscheidender sind als das neue Baujahr. Aufgrund der eingeschränkten Aufzugsnutzung sollten Gäste mit eingeschränkter Mobilität vor der Buchung die Lage ihrer Kabine sowie die Erreichbarkeit der öffentlichen Bereiche genau prüfen.
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