AIDA Kreuzfahrtschiff im Hafen bei klarem blauen Himmel, lebendiger Kunst und zwei Männern, die auf dem Steg gehen. · Foto: Meret Borchert / Pexels
AIDAperla und AIDAprima werden umfassend modernisiert. AIDA hat nun erstmals konkret beschrieben, welche Restaurants, Bars, Kabinenbereiche und Familienangebote neu entstehen sollen. Den Anfang macht AIDAperla: Ihr Werftaufenthalt ist vom 2. April bis 2. Mai 2027 geplant. AIDAprima soll vom 21. April bis 21. Mai 2028 folgen.
Für Reisende ist damit nicht nur der neue Look interessant. Die angekündigten Veränderungen betreffen Bereiche, die den Tagesablauf an Bord unmittelbar prägen – vom Frühstück und Abendessen über Rückzugsorte bis zur Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen.
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Zwei Monate, die Sie bei der Reiseplanung kennen sollten
AIDAperla soll nach Angaben der Reederei am 2. Mai 2027 zu ihrer ersten Reise nach der Modernisierung aufbrechen. Die zehntägige Mittelmeerroute beginnt und endet auf Mallorca. Geplant sind Korsika, Sardinien, Neapel, La Spezia, Rom beziehungsweise Civitavecchia und Barcelona.
Bei AIDAprima ist die erste Reise nach dem Werftaufenthalt für den 21. Mai 2028 vorgesehen. Sie führt sieben Tage ab und bis Mallorca über Marseille, Civitavecchia, La Spezia und Barcelona.
Wer gezielt das modernisierte Schiff erleben möchte, sollte auf das genaue Abfahrtsdatum achten. Eine Reise vor dem jeweiligen Werftaufenthalt bietet noch das bisherige Bordkonzept. Direkt nach einer umfangreichen Modernisierung können einzelne Abläufe außerdem neu eingespielt werden. Das muss kein Nachteil sein, sollte aber bei der Erwartung an die allererste Reise berücksichtigt werden.
Mehr Restaurants – aber noch nicht alle Bedingungen
Kulinarisch kündigt AIDA mehrere neue Angebote an. Best Burger @ Sea soll erstmals auf beide Schiffe kommen. Auf Deck 7 ist das neue East Fusion vorgesehen, das Sushi und weitere asiatische Speisen mit Hotpot und koreanischem Barbecue am Tisch verbinden soll.
Ergänzt wird das Angebot durch einen Teppanyaki Asia Grill, bei dem die Gerichte vor den Gästen zubereitet werden. Die neue Chilli Out Bar auf Deck 8 soll lateinamerikanisch inspirierte Snacks, Tacos und fruchtige Getränke anbieten.
Auch die Barlandschaft verändert sich. In der bisherigen Fotowelt auf Deck 7 soll eine Art Bar entstehen, die Galerie, Cocktails und Barista-Kaffee miteinander verbindet. Hinzu kommen eine Panorama Lounge & Bar mit Teestunde und Signature-Cocktails sowie eine überarbeitete Spray Bar mit LED-Videowand und einem zusätzlichen Zugang über die Diskothek D6.
Aus den Namen der neuen Angebote geht allerdings noch nicht hervor, welche Speisen und Getränke im jeweiligen Tarif enthalten sein werden, wo Reservierungen erforderlich sind und welche Zuschläge gelten. Diese Punkte sollten vor der Buchung oder spätestens nach Veröffentlichung des vollständigen Bordangebots separat geprüft werden.
Familien bekommen deutlich mehr Raum
Eine der größten Veränderungen betrifft das Activity-Deck Four Elements. Die obere Ebene soll mit einer begehbaren Netzstruktur ausgestattet werden. Der bisherige Klettergarten wird nach Angaben der Reederei durch den Fun Park Air ersetzt, der nicht nur Kindern, sondern Gästen verschiedener Altersgruppen offenstehen soll.
Auf Deck 16 ist außerdem ein neuer Minigolf-Parcours vorgesehen. Der Kids Club erhält erstmals auf dieser Schiffsklasse einen Außenbereich. Im Beach Club soll eine kleine Spielecke für sehr junge Kinder entstehen.
Jugendliche bekommen tagsüber eine eigene Teens Lounge in der Diskothek D6. Zusätzlich ist auf Deck 15 ein Game Center geplant.
Für Familien ist damit nicht allein die Zahl der Angebote interessant. Entscheidend ist, ob die Bereiche zum Alter der Kinder passen und wann sie geöffnet sind. Betreuungszeiten, Altersgrenzen, mögliche Anmeldepflichten und die Nutzung während Hafenaufenthalten sind in der Modernisierungsankündigung noch nicht vollständig beschrieben.
Kabinen werden komfortabler – und das Angebot wächst
In den Kabinen sollen USB-Anschlüsse an den Betten und neue Badezimmerspiegel mit Nachtlichtfunktion eingebaut werden. Die Suiten erhalten ein neues Farbkonzept.
AIDA kündigt außerdem zusätzliche Innen-, Meerblick- und Balkonkabinen an, die durch die Umgestaltung verschiedener Bereiche entstehen sollen. Wie viele neue Kabinen hinzukommen und wo sie genau liegen werden, ist bislang nicht veröffentlicht.
Gerade bei einer frühen Buchung lohnt es sich deshalb, später noch einmal den aktualisierten Deckplan aufzurufen. Eine neue Kabine kann attraktiv sein, ihre Lage sollte aber genauso sorgfältig geprüft werden wie auf dem bisherigen Schiff: Entfernung zu Aufzügen, darüber- und darunterliegende öffentliche Bereiche, mögliche Verbindungstüren und die Nähe zu Familien- oder Veranstaltungsflächen bleiben wichtige Auswahlkriterien.
Was bereits gebuchte Gäste jetzt tun sollten
Wer schon eine Reise nach dem jeweiligen Werfttermin gebucht hat, muss zunächst nichts überstürzen. Maßgeblich bleiben die eigene Buchungsbestätigung und spätere Informationen zur konkreten Reise.
Sobald aktualisierte Deckpläne verfügbar sind, sollte die gebuchte Kabinenlage erneut kontrolliert werden. Besonders wichtig ist das, wenn eine ruhige Lage, kurze Wege oder die Nähe zu bestimmten Aufzügen entscheidend waren.
Wer hauptsächlich wegen eines angekündigten Restaurants, Kinderbereichs oder Veranstaltungsortes buchen möchte, sollte noch auf die vollständigen Nutzungsbedingungen warten. Die Modernisierung verspricht viele zusätzliche Möglichkeiten. Welche davon den eigenen Urlaub tatsächlich verbessern, hängt jedoch stärker von Kabinenlage, Reisezeit und persönlicher Tagesgestaltung ab als von der bloßen Zahl neuer Angebote.
Fazit
Die Reederei AIDA Cruises plant für die Schiffe AIDAperla und AIDAprima ab 2027 umfassende Modernisierungen, die sowohl das kulinarische Angebot als auch die Familienbereiche und Kabinenausstattungen betreffen. Reisende sollten bei der Buchung berücksichtigen, dass Details zu Inklusivleistungen, Reservierungspflichten und die tatsächliche Lage der neu geschaffenen Kabinen noch nicht vollständig geklärt sind. Da direkt nach dem Werftaufenthalt Abläufe neu eingespielt werden müssen, empfiehlt es sich, die endgültigen Deckpläne und Nutzungsbedingungen vor der Reiseplanung genau zu prüfen.
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