Zwölf Luxusmarken und eine ehrliche Grenze
Welche Reederei ist Luxus, welche gehobener Standard? Wir ordnen die Marken, die wir vermitteln, nach vier nachprüfbaren Merkmalen. Zwölf führen wir als Luxus, Oceania und Azamara bewusst als Upper Premium – auch wenn große Portale das anders halten.
Große Kreuzfahrtportale führen Oceania und Azamara unter Luxus, manche auch reguläre Kabinen von Cunard. Wir nicht, und wir sagen, warum. Maßstab sind vier Merkmale, die sich in den Angaben der Reedereien nachprüfen lassen: wie viele Gäste ein Schiff aufnimmt und wie viele Crewmitglieder sie betreuen; ob es überwiegend Suiten mit Veranda gibt; was der Reisepreis über die Vollpension hinaus einschließt; und wie der Service organisiert ist.
Keine Reederei erfüllt alle vier gleich stark. Hapag-Lloyd Cruises ist beim Inklusivumfang zurückhaltend, dafür neben Sea Cloud die einzige Marke unserer Auswahl mit Deutsch als Bordsprache. Sea Cloud hat kompakte Kabinen, aber auf der SEA CLOUD fast ein Crewmitglied pro Gast. Die Einordnung ist deshalb ein Urteil mit offengelegten Gründen, keine Rangliste.
Vier Merkmale, offen gelegt
Diese Fragen stellen wir an jede Reederei, bevor wir sie unter Luxus führen:
- Gäste und Crew: Die Luxusschiffe unserer Auswahl nehmen 32 bis rund 900 Gäste auf, die Cunard-Liner mit ihren Grills-Suiten bis knapp 3.000. Auf ein Crewmitglied kommen auf den kleinen und mittelgroßen Schiffen etwa ein bis knapp zwei Gäste.
- Raum: Gibt es überwiegend Suiten, und wie viele davon mit Veranda oder Balkon?
- Inklusivumfang: Was ist über die Vollpension hinaus enthalten – Getränke, Trinkgeld, WLAN, Ausflüge?
- Service: Butler, Suite Host oder Gastgeber – und ab welcher Kategorie?
Deutsch an Bord: zwei Marken, klare Grenze
Hapag-Lloyd Cruises und Sea Cloud Cruises nennen Deutsch und Englisch als Bordsprachen, mit deutscher Kreuzfahrt- bzw. Reiseleitung. Bei Explora gibt es Unterstützung auf Deutsch und übersetzte Karten, bei Swan Hellenic spricht das Personal unter anderem Deutsch, und Vorträge werden per App übersetzt. PONANT spricht Französisch und Englisch. Die übrigen Marken richten sich an ein internationales Publikum und nennen keine deutsche Bordsprache.
