Blick auf den Hafen von Seward mit Booten und schneebedeckten Bergen in Alaska unter bewölktem Himmel. · Foto: David McBee / Pexels
Carnival hat sein Westküstenprogramm für 2028/29 zur Buchung freigegeben. Für Alaska-Reisende steht dabei eine grundlegende Wahl an: eine siebentägige Kreuzfahrt ab Seattle oder zehn Tage ab San Francisco. Wer aus Deutschland anreist, sollte deshalb zuerst den gesamten Urlaubsrahmen vergleichen und erst danach das Schiff auswählen.
Nach Angaben von Carnival fahren die Carnival Adventure und die Carnival Spirit zwischen Mai und September 2028 auf siebentägigen Alaska-Routen ab Seattle. Als Ziele nennt die Reederei Juneau, Ketchikan, Skagway und Victoria in Kanada sowie eine Landschaftspassage im Endicott Arm.
Erst Hafenpanorama, dann die Weite der Nordsee: So wählen Sie Ihre Route ab Hamburg und planen Anreise, Terminal und Einschiffung ohne unnötige Umwege.
Artikel lesen
Die Carnival Legend ist mit zehntägigen Alaska-Reisen ab San Francisco vorgesehen. Zu ihrem angekündigten Programm gehören Juneau, Skagway, Ketchikan mit Ward Cove und Prince Rupert in Kanada, ebenfalls ergänzt um eine Passage durch den Endicott Arm.
Der Verkaufsstart erfolgte laut Originalmeldung am 30. September 2026. Die genannten Routen sind Unternehmensankündigungen für eine zukünftige Saison. Für die Buchung bleiben der vollständige Tagesfahrplan und die Bedingungen der einzelnen Abfahrt maßgeblich.
Sieben Tage passen anders in den Urlaub als zehn
Drei zusätzliche Kreuzfahrttage verändern nicht nur die Zahl der Übernachtungen. Sie beanspruchen auch einen größeren Teil des verfügbaren Urlaubs und lassen entsprechend weniger Raum für einen Aufenthalt vor oder nach der Schiffsreise.
Für einen begrenzten Urlaubsrahmen kann die siebentägige Variante deshalb leichter mit einer Vorübernachtung und einigen Tagen in der Ausgangsstadt verbunden werden. Wer ohnehin mehr Zeit einplant, kann die längere Reise ab San Francisco in Betracht ziehen. Aus der längeren Dauer allein folgt jedoch nicht, dass auch jeder Alaska-Hafen länger besucht wird.
Vergleichen Sie hierfür die einzelnen Hafentage und die Seetage. Markieren Sie außerdem, welche Ausflüge Ihnen besonders wichtig sind. Eine zusätzliche Nacht an Bord hat für Sie einen anderen Wert, wenn Sie vor allem Landschaft vom Schiff aus sehen möchten, als wenn Sie möglichst viele Stunden für Aktivitäten an Land suchen.
Auch die genaue Bezeichnung eines Stopps verdient Aufmerksamkeit. Lassen Sie sich beispielsweise bei einer Ausschreibung mit „Ketchikan/Ward Cove“ erklären, wo der Ausflug beginnt und wie der Transfer organisiert ist. So vergleichen Sie die praktisch nutzbare Zeit und nicht nur die Namen auf einer Routenkarte.
Seattle: Die Bahnfahrt endet nicht am Schiff
Für die Anreise über Seattle nennt die Hafenbehörde verschiedene Möglichkeiten: Taxi oder Fahrdienst, einen gebuchten Reedereitransfer, Shuttleangebote sowie die Stadtbahn Link Light Rail bis zur Westlake Station. Von dort ist der weitere Weg zum jeweiligen Kreuzfahrtterminal ein eigener Abschnitt.
Der Hafen unterscheidet zwischen Pier 66 und Pier 91. Welcher Liegeplatz für Ihre Abfahrt gilt, muss aus den konkreten Reiseinformationen hervorgehen. Eine heutige allgemeine Verkehrsauskunft ist keine Terminalbestätigung für 2028.
Planen Sie bei einer individuell gebuchten Langstreckenanreise möglichst eine Übernachtung vor der Einschiffung ein. Vergleichen Sie beim Hotel nicht nur den Zimmerpreis, sondern auch die Wege vom Flughafen und zum bestätigten Terminal. Mit mehreren Koffern kann ein zusätzlicher Umstieg die vermeintlich günstigste Anreise weniger praktisch machen.
Erst den gesamten Reiseaufwand kalkulieren
Für einen fairen Vergleich sollten beide Varianten dieselben Kostenpositionen enthalten: Kreuzfahrt, Flug, Vorübernachtung, Transfers und gewünschte Ausflüge. Achten Sie außerdem auf die jeweils eingeschlossenen Leistungen. Ein niedrigerer Kabinenpreis sagt wenig aus, wenn Sie anschließend unterschiedliche Zusatzleistungen hinzurechnen müssen.
Prüfen Sie die Einreiseanforderungen passend zu Ihrer Staatsangehörigkeit und zum vollständigen Reiseweg. Beide angekündigten Alaska-Programme enthalten auch einen kanadischen Hafen. Leiten Sie die erforderlichen Dokumente deshalb nicht allein vom amerikanischen Einschiffungshafen ab.
Die frühe Planung kann helfen, Urlaubstage und gewünschte Reiseform aufeinander abzustimmen. Eine Entscheidung unter Zeitdruck ist aus der Programmmeldung jedoch nicht abzuleiten. Wählen Sie zunächst zwischen einer kompakten Alaska-Woche und der längeren Variante ab Kalifornien. Danach lässt sich gezielt prüfen, welche Abfahrt, Kabine und Anreise dieses Vorhaben am besten erfüllen.
Fazit
Für die Alaska-Saison 2028 bietet Carnival Reisenden die Wahl zwischen siebentägigen Routen ab Seattle und zehntägigen Reisen ab San Francisco. Die Entscheidung sollte auf Basis des individuellen Urlaubsrahmens sowie der gewünschten Zeit für Voraufenthalte und Landausflüge getroffen werden. Interessierte sollten dabei den gesamten Reiseaufwand inklusive Anreise und notwendiger Einreiseformalitäten für die kanadischen Häfen berücksichtigen.
Reiseinspiration · Schiffsurlauber
Passt diese Reise zu Ihnen?
Termine und Kabinen in unserer Kreuzfahrtsuche entdecken.